"Gutes" oder "schlechtes" Ergebnis einer Behandlung


Je nach Ausgangspunkt der Behandlung, bzw. der Versorgung mit Hilfsmitteln, können unterschiedlich „gute“ oder "schlechte" Ergebnisse erwartet werden.

Bei einer Beurteilung sollte immer der Ausgangszustand vor einer Behandlung oder Operation mit in die Bewertung einbezogen werden. Wenn jemand im Stadium „1“ ohne Brille auf 60% Sehkraft kommt und mit Brille auf 80%, dann ist das ein gutes Ergebnis. Ebenso, wenn jemand im Stadium „4“, ohne Sehhilfe 10% erreicht und nach der Transplantation mit Kontaktlinsen 40% erreicht - dass ist dann auch ein gutes Ergebnis.

Anders ausgedrückt: Wenn ich im Auto eine Beule habe, dann hilft der Gang zum "Beulen-Doktor" (Brille, Kontaktlinsen). Bei einem größeren Schaden brauche ich die Hilfe einer richtigen Autowerkstadt (Vernetzung, Transplantation). Dennoch wird das Auto nie wieder "wie neu", es bleibt ein Unfallwagen.

Keine gute Idee ist es bei 60-80% oder besserem Sehvermögen mit Brille oder Kontaktlinsen eine Transplantation machen zu wollen. Das Ergebnis kann nicht gut werden, die Sicht wird nach der Operation eher schlechter sein. Außerdem kann man davon ausgehen, dass bei einer chronischen Krankheit wie Keratokonus, wahrscheinlich nie wieder ein klares, einwandfreies Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen erreicht wird.

Überhaupt sollte bei jedem operativen Eingriff bedacht werden, dass es keine Garantie für einen positiven Verlauf gibt. Auch wenn schon 1000 Betroffene bei diesem oder jenem Arzt oder Klinik gute Resultate hatten, kann es individuell auch mal negativ ausgehen.