Transplantation


Eine Transplantation wird in Erwägung gezogen, wenn mit Brille, Kontaktlinsen oder Speziallinsen keine ausreichende Sicht mehr erreicht werden kann. Außerdem natürlich "Wenn nix mehr geht", die Hornhaut trüb ist oder die Gefahr besteht, dass die Hornhaut reißt.

Es gibt verschiedene Arten der Transplantation, separat oder in Kombination mit refraktiven Methoden, die je nach individueller Ausgangslage gewählt werden sollten (Komplett, Teil-Rückfläche, Teil-Vorderfläche, Bowman-Membran, etc.).

Da es sich bei dem Transplantat um fremdes Spendergewebe handelt, kann es sinnvoll sein auf ein Transplantat zu warten, das in den immunologischen Merkmalen mit dem eigenen Körpergewebe übereinstimmt. Das minimiert das Risiko einer Abstoßungsreaktion, insbesondere dann, wenn z.B. nach einigen Jahren vielleicht ein weiteres Transplantat eingesetzt werden muss. Bei wenigen Betroffenen wird das Transplantat vom Körper abgestoßen, trübt ein oder bildet auch wieder einen Keratokonus aus.

Transplantationen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen (3000-5000,- Euro pro Auge).

HINWEIS:

  • Die Transplantation soll wieder eine stabile, klare (durchsichtige) Hornhaut herstellen. Die neue Hornhaut soll auch nach Möglichkeit wieder eine glatte Hornhautoberfläche haben; was durch Naht positiv oder negativ beeinflusst werden kann. Die Mehrzahl aller Betroffenen kommt nach der Transplantation mit normalen Kontaktlinsen zurecht; in einigen wenigen Fällen genügt sogar eine Brille.
  • Es dauert ca. ein bis zwei Jahre, bis die Fäden aus der Hornhaut entfernt werden. Nach dem ziehen der Fäden verändert sich die Sicht wieder und später werden fast immer dauerhaft Kontaktlinsen benötigt, selten reicht eine Brille. Es ist sogar möglich, dass die Sicht nach dem ziehen der Fäden schlechter ist - biologisches Material verhält sich manchmal nicht wie geplant oder gewünscht.
     
  • Im Verlauf von Jahren kann, durch die langsame Einwanderung von Zellen aus der umgebenden Hornhaut, auch ein ein ehemals gesundes Transplantat wieder einen Keratokonus entwickeln.
     
  • Es kann mehrfach transplantiert werden; für die "Haltbarkeit" eines Transplantates können keine Aussagen gemacht werden. Es gibt zu viele individuell und umweltbedingte Faktoren, die nicht vorhergesehen werden können. Die Min-/Max-Angaben liegen zwischen ca. fünf Jahren und über 30 Jahren, die ein Transplantat gehalten hat.